Slot offen, Tore frei – Titans und IceCrusher im Offensivrausch
Manchmal schreibt der Eishockeygott keine Dramen, sondern Komödien – und genau so ein Doppelpack bekamen die Zuschauer beim Rückspiel der diesmal blauen Munich Titans gegen die weißen IceCrusher serviert.
Schon das Hinspiel hatte mit einem spektakulären 8:8 nach Verlängerung unmissverständlich klargemacht: Defensive Zurückhaltung ist erlaubt, Unterhaltung Pflicht. Wer dachte, das Rückspiel am vergangenen Mittwoch würde etwas ruhiger verlaufen, wurde schnell eines Besseren belehrt. Endstand: 5:5. Konsequent, wenn man so will.
Das Spiel war geprägt von einem munteren Hin und Her, bei dem der Puck auf beiden Seiten auffällig oft durch den Slot flog, als hätte man sich zuvor auf offene Türen statt Verteidigung geeinigt – postwendend bestraft, versteht sich. Präzise Zuspiele, offene Räume und Goalies, die mehrfach ersichtlich und lautstark fragten, wer gerade für die Defensivarbeit eingeteilt war, sorgten für reichlich Torjubel auf beiden Seiten.
Kaum hatte eine Mannschaft Grund zum Feiern, folgte im nächsten Moment der Gegentreffer. Ein Spiel, bei dem Jubel und Neuaufstellung im Sekundentakt wechselten – Tempo, Tore und beste Unterhaltung inklusive.
Ein großes Dankeschön geht an die IceCrusher, die diesen offenen Schlagabtausch genauso bereitwillig angenommen haben. Und ganz nebenbei scheint sich für die Saison 2025/26 ein neues Naturgesetz anzubahnen:
Nach der einstigen weißen Übermacht herrscht nun Farbgleichstand – mit der klaren Nebenwirkung von besonders vielen Toren auf beiden Seiten.
Fazit: Zwei Spiele, 26 Tore, null Langeweile.
So darf Hockey gerne öfter aussehen 🥅 🏒